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Frauen essen anders. Chinesische Ernährungslehre für das starke Geschlecht.

07.10.2008

Männer wollen nur das eine! Im Wesentlichen ist es das, was sie in der Kindheit aufgetischt bekamen. Ihre Haltung bezieht sich weniger auf die Grandiosität der damaligen Kost denn auf die Macht der Gewohnheit. Frau spürt es, wenn sie ein exotisches Gericht ausprobieren will. Bereits die Ankündigung löst Protest aus, die Neukreation selbst erleidet zumeist Schiffbruch. Änderungen oder Variationen der Speiseordnung treffen bei den Herren der Schöpfung selten auf Gegenliebe. Männer essen gern schnell und deftig: zum Mittagessen ein Steak mit Pommes frites, eine Bratwurst zwischendurch und abends eine Pizza. Frauen hingegen mögen es gesundheitsbewusst oder süss.

Frauen bevorzugen Obst, Männer greifen eher zu Fleisch. Frauen lieben Wein, während Männer beim Bier zusammensitzen. Nicht zu vergessen die divergierende Einstellung zu «Wunschgewicht und Diäten». Laut einer repräsentativen Umfrage stellen sich 63 Prozent der Frauen, aber nur 42 Prozent der Männer mindestens einmal wöchentlich auf die Waage. Aus medizinischer Sicht wäre bei Männern - durchschnittlich - eine Gewichtsreduktion erheblich nötiger als bei Frauen. Fazit: Der ausgeprägte Hang zur Selbstkasteiung durch Hungern hat beim «starken Geschlecht» vorwiegend gesellschaftliche Gründe. Er korrespondiert mit überhöhten Schönheitsidealen, einseitigem Leistungs- und Karrierestreben und einem deutlichen Machtgefälle. Geschlechtsspezifische Ernährungsunterschiede entspringen nicht körpereigenen Bedürfnissen, sondern kulturellen Überlieferungen. Und sie stehen in krassem Gegensatz zu dem, was Frauen und Männer tatsächlich brauchen!

Allein eine ausgewogene Ernährung löst etliche «weibliche Probleme» . Leider sind sich viele nicht bewusst, was für einen Einfluss «unser täglich Brot» auf die gesamte Gesundheit hat. Es lässt sich viel gewinnen, wenn dieses Thema unverkrampft angegangen wird. Der Körper reagiert positiv, Verdauungs- und Menstruationsbeschwerden verschwinden, selbst Blasenentzündung, Migräne oder kalte Füsse gehören der Vergangenheit an. Das vorliegende Buch basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz. Dieser gründet auf dem Wissen der chinesischen Medizin, ausgerichtet auf die hiesigen Ess- und Trinkgewohnheiten. Es handelt sich um eine Lektüre für Ernährungsbewusste und solche, die es werden wollen.