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Mamma-Ultraschall

Veränderungen frühzeitig erkennen

Die Brust verändert sich im Laufe des Lebens einer Frau. Es gibt verschiedene Ursachen und Folgen solcher Veränderungen. Die Brust-Sonografie ermöglicht es, diese Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Gerade bei Brustkrebs ist die rechtzeitige Früherkennung entscheidend für den späteren Krankheitsverlauf und die Prognose. Nahezu alle früh erkannten Knoten können vollständig geheilt werden.

 

Die Brust ertasten

Eine ganze Menge können Sie selber tun: Sie können Veränderungen in der Brust ertasten. Unter der Dusche, in der Badewanne oder beim Eincremen. Die Brust reagiert auf vielerlei innere und äußere Einflüsse: Angst, Stress, Überarbeitung, Reisen, Prüfungen, aber auch Verliebtsein, innere Ausgeglichenheit, Freude. Genauso verändert auch der hormonelle Zyklus die Brüste: mal sind sie prall gespannt, mal weich und locker, mal knubbelig und eher hart. Die Brust sollte Ihnen genauso vertraut werden wie Ihr Gesicht. Dann werden Ihnen ungewöhnliche Veränderungen eher auffallen, Sie spüren sie früher und sicherer.

 

Beste Chancen durch Früherkennung

Es ist die Früherkennung, die Frauen beste Chancen im Kampf gegen Brustkrebs gibt. Wichtiger Beitrag dazu ist die jährliche Früherkennungsuntersuchung in der frauenärztlichen Praxis. Optimal ergänzt wird diese Untersuchung durch eine Ultraschalluntersuchung. Viele Veränderungen der Brust sind als normal einzustufen. Auch die meisten bei der Selbstuntersuchung ertasteten Knoten sind gutartig. Aber einige eben nicht. Und je früher erste Anzeichen von Brustkrebs erkannt und behandelt werden, desto besser sind die Heilungschancen.

 

Wer hat ein erhöhtes Risiko?

  • Wenn in der engen Verwandschaft (Mutter, Schwester der Mutter oder eigene Schwester) Brustkrebs in jungen Jahren aufgetreten ist.
  • Frauen, die nicht geboren haben bzw. bei ihrer ersten Entbindung über 30 Jahre alt waren.
  • Frauen mit deutlichem Übergewicht.
  • Frauen, die bestimmte Formen einer gutartigen Brusterkrankung hatten.
  • Raucherinnen

Die bedeutet jedoch nicht, dass jede Frau, auf die ein oder mehrere Risiken zutreffen, zwangsläufig erkranken muss. Aber Frauen, die hier betroffen sind, sollten die Möglichkeiten, die die Früherkennung bietet, nutzen.

Jährlich erkranken in unserem Land ca. 40.000 Frauen an Brustkrebs, im Laufe ihres Lebens also jede 8. bis 10. Frau. Welche Faktoren führen zu einem erhöhten Risiko?

 

Die Ultraschall-Untersuchung

Schonend, ohne Schmerzen, ohne jede Strahlenbelastung und mit hoher diagnostischer Sicherheit kann die Brust mit Ultraschallwellen untersucht werden. Gewebsstrukturen reflektieren die Schallwellen je nach ihrer Dichte unterschiedlich. Auf dem Bildschirm erhält man so Aufschluss über Lage und Beschaffenheit des Drüsengewebes. Durch diese Ultraschall-Untersuchung können kleinste, noch nicht tastbare Knoten, Zysten oder andere Gewebsveränderungen festgestellt werden. Die Untersuchung wird mit speziellen Ultraschallgeräten durchgeführt und erfordert vom Untersucher ein hohes Maß an Erfahrung.

Ultraschall und Mammografie haben jeweils bestimmte Vor- und Nachteile, je nach Alter der Frau. Die Mammografie kann Verkalkungen besser darstellen. Ultraschall gibt darüber Aufschluss, ob es sich um eine flüssigkeitsgefüllte Zyste oder um einen Tumor handelt. Im Gegensatz zur Mammografie können mit Ultraschall die dichten drüsen- und bindegewebsreichen Brüste bei jüngeren Frauen besser untersucht werden. Ultraschall und Mammografie ergänzen sich.

Vom 50. – 70. Lebensjahr haben Frauen alle zwei Jahre Anspruch auf eine vorsorgliche Röntgenuntersuchung der Brust (Mammografie).