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Akupunktur - Eine traditionsreiche Methode

- Abb. oben Muttermund geschlossen (ohne Akupunktur), Abb. unten Muttermund durch Akupunktur geöffnet.
Akupunktur hilft besonders bei den typischen Begleiterscheinungen Übelkeit und Erbrechen. Aber auch Magenschmerzen, Kopfschmerzen und/oder Migräne können erfolgreich mit Akupunktur therapiert werden. Ab der 36. Woche wird Akupunktur zur Geburtsvorbereitung eingesetzt: der Gebärmuttermund kann sich so besser öffnen. Auch wenn Ihr Kind noch nicht die richtige Geburtsposition hat, kann Akupunktur hier zu einer gewünschten Veränderung führen.
Akupunktur als Form der Geburtsvorbereitung hat eine über 3000-jährige Tradition. In großen Untersuchungen an Universitätskliniken in Deutschland und China mit Tausenden von werdenden Müttern konnte eindeutig nachgewiesen werden, daß mit einer zusätzlichen Akupunktur-Vorbereitung:
- bei Geburtsbeginn bereits ein deutlich weicherer und mehr geöffneter Muttermund vorliegt,
- der Geburtsverlauf (Eröffnungsphase des Muttermundes) um durchschnittlich zwei Stunden verkürzt wird,
- infolge dieser Faktoren vermutlich auch die Anzahl der Kaiserschnitte und anderer operativer Entbindungen gesenkt werden kann.
Wie wirkt Geburtsvorbereitung mit Akupunktur?
Gelegentlich werden Sie während der Behandlung auch eine Veränderung des Bewe-gungsverhaltens Ihres Kindes und in den Stunden danach eine deutlich vermehrte Aktivität Ihres Kindes bemerken. Man interpretiert dies als Zeichen, dass auch dem Ungeborenen die Therapie offensichtlich gut tut (vermehrte Durchblutung).
Die Akupunktur stellt eine Form der Regulationsmedizin dar, d. h. sie greift regulierend und normalisierend in das innere Gleichgewicht des Organismus ein. Dadurch erklärt sich vermutlich auch der günstige Einfluß auf die bevorstehende Geburt. Bei Schwangeren mit vorzeitigen Wehen, Steißlage des Kindes oder anderen Risiken kann jedoch eine verfrühte Geburt ausgelöst werden; in diesen Fällen können wir daher eine solche Behandlung nicht durchführen. (Die Steißlage kann aber mit einer anderen Form der Akupunktur ebenfalls behandelt werden). Die Akupunktur verträgt sich gut mit allen anderen Formen der Geburtsvorbereitung. Häufig beobachtet man unter der Behandlung auch eine Besserung sonstiger vorhandener Beschwerden (z. B. Druckgefühl, Unterbauchbeschwerden usw.).Wie verläuft die Behandlung?Der Beginn der Behandlung liegt in der 36./37. Woche; die Behandlung wird einmal pro Woche durchgeführt und dauert ca. 20 Minuten. In der Regel werden Sie also insgesamt viermal behandelt. Bei Terminüberschreitung empfiehlt sich eine weitere Fortsetzung der Behandlung einmal wöchentlich. Zum Ende der Schwangerschaft sieht das Mutterschaftsvorsorgeprogramm wöchentliche CTG-Kontrollen vor. Die Akupunkturbehandlung wird ohne zusätzlichen Aufwand für Sie parallel zu dieser Untersuchung durchgeführt. Die Behandlung erfolgt im Sitzen. Sie können dabei lesen oder Musik hören. Die Akupunktur ist nicht schmerzhaft und gut verträglich, nur selten ist eine leichte Kreislaufschwäche zu beobachten.
Wir beraten Sie gerne.

